Ein
offenes Wort zur Gesamtthematik*:
Die Dunkelfeld-Mikroskopie, die sogenannte "Diagnostik
und Therapie nach Enderlein" - die "Isopathie", soll heißen: Therapeutika mit Substanzen aus Schimmelpilzen und Mikroorganismen
- ist in den letzten Jahren von vielen Ärzten und Heilpraktikern
vermehrt eingesetzt worden. Teilweise wird von erstaunlichen Behandlungserfolgen
berichtet.
Prof. Dr. Günther Enderlein lebte von 1872 bis 1968. Er
war Zoologe und ein renomierter Insektenkundler (Entomologe).
Neben seinem eigentlichen Beruf war er während des ersten Weltkrieges
eine Zeit als "dienstfreiwilliger" Bakteriologe tätig -
dort soll er vor allem mit der Frage der Entstehung des Fleckfiebers (Rickettsiose,
Läusefleckfieber) befaßt gewesen sein. Dieses wird von Medizinhistorikern aber bestritten. In jener Zeit fand er aber bei Untersuchungen
des Blutes von Menschen und Tieren (Warmblütlern) merkwürdige
Kleinstpartikel, welche teilweise bis unter die lichtmikrokopische Auflösungsgrenze gingen (weniger als 200 Nanometer). Diese waren besonders gut im Spezial-Dunkelfeld-Mikroskop, welches es seit ca. 1905 gab,
erkennbar. Da er sie keinen damals bekannten Bestandteilen des
Blutes zuordnen konnte, forschte er nach ihrer eigentlichen Natur
und Herkunft. Diese Zeit war eine Hochzeit der Mikrobiologie,
insbesondere der Bakteriologie und der damals gerade erst beginnenden
Virologie. Alle Welt suchte nach Krankheitserregern (z.B.
Robert Koch, 1883-1910, Entdecker des Tuberkulose-Erregers 1882,
ebenso des Cholera-Erregers 1883). So lag es nahe, daß Enderlein
in diesen Kleinstpartikel im Blut spezifische Mikroorganismen
vermutete (z.B. Bakterien und/oder Pilzelemente bzw. Viren). Von
Viren wußten er und die Mikrobiologie damals noch sehr wenig.
Er stellte aber er eine gewagte Hypothese (wissenschaftliche Annahme) auf:
>> Der Mensch besäße seit Urzeiten die Schimmelpilze 'Mucor
recemosus Fresen' und 'Aspergillus niger Tieghem'
in Kleinstformen als Ur-Symbionten in sich. Diese seien an der Entwicklung der
Krankheiten entscheidend beteiligt. Während beim gesunden Menschen
diese "Ur-Symbionten" (Enderlein gab ihnen den Namen ENDOBIONTEN)
nur in apathogener Form - also nicht krankmachend - auftauchen,
würden sie bei "naturwidriger Lebensweise" ihre Form und Eigenschaft
ändern und pathogen - also krankmachend - werden. Die Ursache
der meisten chronischen Krankheiten sei - so Enderlein - auf
die Wirkung der pathogenen Formen dieser Ur-Symbionten zurückzuführen.
Kommen nun apathogene Formen und pathogene Formen zusammen, kann eine geschlechtliche Kopulation stattfinden, wobei die apathogenen
Formen zu spermienähnlichen Gebilden würden (Enderlein nannte
sie 'Spermite' und setzte sie den Bakteriophagen nach d'Herelle und Twort, 1917, gleich). Durch diese Kopulation würden die pathogenen
Formen in apathogene Formen, also ihre eigenen frühen Entwicklungsformen
oder in Bruckstücke davon zurückverwandelt und der Mensch
wieder gesünder. Diese Behauptung führte zur Therapie mit speziellen
Schimmelpilz-Medikamenten - der sogenannten "Isopathie".<<
Soweit
die Hypothese Enderleins. Sie ist bis heute - zunächst - eine Hypothese geblieben.
Das heißt, bis heute ist es - offiziell anerkannt - nicht gelungen, diese Hypothese
zu beweisen. Dagegen ist es der Stand des aktuellen wissenschaftlichen Verständnisses, welcher im Widerspruch steht zu einen Teil der Aussagen
Enderleins. Insbesondere der Teil der sogenannten "cyclogenischen"
Übergänge von Viren in Bakterien und von Bakterien in Pilze und
zurück in unschädliche Mikroorganismen oder Bruckstücke,
was immer diese sein sollen. Im Zeitalter der Molekularbiologie
und der Genetik wird es von Seiten der Wissenschaft als geradezu absurd angesehen, diesen Teil der Hypothese
Enderleins aufrecht zu erhalten. Die 3 Bereiche - der Viren, der
Bakterien und der Pilze - gelten als von einander völlig unabhängige,
eigenständige Spezies mit eigener, einzigartiger genetischer Struktur.
Auch wenn es streckenweise Deckungsgleichheiten in der genetischen
und/oder phänotypischen Struktur der Lebewesen gibt (wie z.B.
auch zwischen Affe und Mensch), so sind die determinierenden und
unterscheidenden Anteile des Genoms von einander
verschieden. So wie man das fehlende Bindeglied ("missing link") zwischen Mensch und Affe sucht, so fehlt es auch zwischen den Spezies Virus, Bakterium und Pilz.
Um der Gerechtigkeit willen muß aber erwähnt werden, dass zeitgleich mit Enderlein der amerikanische Forscher Dr. Royal Raymond Rife und der canadische Forscher Dr. O. Cameron Gruner von der McGill-Universität mikrobiologische Kulturversuche unternommen haben, welche zu erstaunlichen Ergebnissen geführt haben. Beide haben - zunächst unabhängig voneinander - aus Krebsgewebe operierter Patienten Mikroben isoliert. Diese Mikroben waren in der Lage, in Versuchstieren erneut Krebs zu erzeugen und erfüllten so das Koch-Henle-Postulat. Das Außergewöhnliche war, dass je nach Nährboden-Zusammensetzung bei erneuten Kultivierungsversuchen einmal ein Virus oder ein Bakterium oder ein Pilz heranwuchs. Diese Untersuchungen wurden mehr als 100 Mal durchgeführt und gelangen immer wieder. Sollten diese Versuche heute unter modernen Bedingungen gelingen, könnte Enderlein eine späte Anerkennung zuteil werden. Dies zeigt nur, welch viele Fragen und grundsätzliche Überlegungen bei der Suche nach der Ursache von Krebs - auch heute noch - eine wichtige Rolle spielen. (Hintergrundinformation können in englischer Sprache gefunden werden unter diesem Link:
August 4, 1949 NEWS-PRESS "Man In San Diego
May Solve Cancer Problem") Mögen die aktuellen Bestrebungen zur Klärung dieser Fragen die eindrucksvolle Historie und moderne Forschung zusammenführen und neu beleuchten. Es ist leichtsinnig und voreilig zu glauben, dass die Wissenschaftler vergangener Tage weniger wußten, als wir es heute zu wissen meinen.
Vitalblut-Diagnostik und Realbefunde
Die
Interpretation der vielen, teilweise sehr eindrucksvollen Phänomene
im Vitalblut während der Untersuchung im Dunkelfeld-Mikroskop
werden von vielen Ärzten und Heilpraktikern immer noch ausschließlich im Sinne
dieser Hypothese Enderleins durchgeführt. Warum? Weil es in vielen
Kursen ausschließlich so gelehrt wird !! Übliche Kurse, in denen man die Diagnostik
und Therapie nach Enderlein - die sogenannte Isopathie - erlernen
kann, werden von "Ausbildern" geleitet, welche sich und anderen
bisher keine Rechenschaft über die Aussagen der Enderlein-Lehre
gegeben haben; sie haben die Enderlein-Lehre nicht unvoreingenommen geprüft, prüfen lassen und sich gefragt, was heute - im Jahr 2005 - davon noch
aufrechterhalten werden kann. Warum das so ist, mag in Naivität,
kritikloser Ignoranz oder in persönlichen Interessen begründet
sein. So macht es oft auf Kursteilnehmer den Eindruck, daß
es sich hier um eine geniale wissenschaftliche Erkenntnis handelt
und daß die modernste Wissenschaft "... langsam dabei ist,
die Erkenntnisse Enderleins zu bestätigen" (z.B. mit der Prionen-Hypothese bei der BSE-Krankheit).
Tatsächlich wird ihnen aber Glaubensgebäude vermittelt, welches oft genug auch relionsähnlich verteidigt wird.
Plötzlich findet sich der uninformierte Kursteilnehmer unerwartet
inmitten von religionskriegsähnlichen Diskussionen mit Kritikern und Befürwortern wieder. Sein eigentliches
Interesse galt aber nur dem Erlernen einer seriösen Diagnostik
und Therapie zum Wohle seiner Patienten.
1996
hat der renomierte Arzt und Fachbuch-Autor Dr.med.
Jost Dumrese, Facharzt für Innere Medizin, Immunologe und
Mykologe zusammen mit dem Schweizer Privatforscher Bruno Haefeli
das Buch "Pleomorphismus"
im HAUG-Verlag herausgegeben. In diesem (leider vergriffenen und nur noch über Antiquariate erhältlichen) 583-seitigen und im
DinA4-Format erschienen Basiswerk wird die 200jährige Erforschung
der Phänomene im Lebendblut der Menschen beschrieben. Viele
Forscher werden genannt und gewürdigt und ihre Forschung dargestellt.
Dieses Werk will keine weitere - persönliche - Interpretation
der Befunde im Mikroskop liefern. Vielmehr sollte hier das
große Spektrum der bisher geäußerten Interpretationsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die interessierte Öffentlichkeit, darunter
vor allem viele Ärzte und Heilpraktiker, aber auch deren Patienten,
fordern nachdrücklich eine wissenschaftliche Klärung der
Phänomene und eine klare, international anerkannte Interpretation
und Nomenklatur der Befunde.
Das IAPE versucht seit 1996 eine solche Klärung der eindrucksvollen Phänomene in den Blutuntersuchungen auf der Grundlage eines naturwissenschaftlichen Verständnisses. Es ist bestrebt, alle modernen Erkenntnisse der interdisziplinären Grundlagenforschung mit dem reichen Erfahrungsschatz der Praktiker abzugleichen. Es hat weltweit als einzige Arbeitsgruppe eine standardisierte Untersuchungsmethode entwickelt, deren Interpretation der Hämatologie und der Mikrobiologie Rechnung trägt. Seit 10 Jahren werden so an verschiedenen Orten Europas Ärzte und Heilpraktiker in dieser Methode der "Real-Befundungen" ausgebildet.
Nach Einschätzung der Mitglieder der ehemaligen INTERNATIONALEN
AKADEMIE FÜR PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE, sowie
der Leitung des INSTITUTES FÜR ANGEWANDTE PLEOMORPHISMOLOGIE
UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE - besteht seitens der meisten
bisherigen "Ausbilder" o.g. Kurse zum Erlernen der Dunkelfeld-Mikroskopie,
wie auch seitens der mit der Thematik verbundenen pharmazeutischen
Industrie keinerlei Interesse an der notwendigen Klärung der
Widersprüche und offenen Fragen.
Die
IAPE hat 1998 in einem Fragenkatalog
der Pleomorphismologie über 350 offene brisante Fragen
formuliert, welche das Ausmaß des Nicht-Wissens in diesem
Bereich deutlich machen. Jeder Interessierte kann diesen Fragenkatalog
anfordern. Darüber hinaus hat die IAPE eine Reihe von Publikationen
herausgegeben, welche die aktuelle Forschung, sowie entsprechende
Stellungnahmen der IAPE der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
haben. Das INSTITUT FÜR ANGEWANDTE PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE
- IAPE - wird diese Arbeit nach Kräften und Mitteln weiterführen.
Auf
dieser Homepage können Sie sich über die Sichtweise und Ziele des
IAPE informieren und -sollten Sie sich angesprochen fühlen- mit
dem Institut Kontakt aufnehmen.
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Fachbegriffe können Sie im Glossar
nachlesen.