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Glossar
unter Verwendung des Glossar aus dem Buch "Pleomorphismus" von Dumrese/Haefeli, erschienen im HAUG-Verlag, Heidelberg - ergänzt und aktuell bearbeitet von der INTERNATIONALEN AKADEMIE FÜR PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE - (1996-1999).
Seit Beginn des Jahres 2000 wird die Akademie als INSTITUT FÜR ANGEWANDTE PLEOMORPHISMOLOGIE UND ENDOCYTOBIOLOGIE - IAPE von Esslingen am Neckar aus weitergeführt. Die Intentionen sind gleich geblieben.

Begriff
Erklärung

Bakteriologie
Wissenschaft von den Bakterien; Bakterie: gr.-lat.; "Stäbchen, Stöckchen"] die; -, -n: einzelliges Kleinstlebewesen (Spaltpilz), oft Krankheitserreger.

Béchamp, Antoine
1816 - 1908, Professor der Medizin an der Universität Montpellier, Dekan der Fakultät für Medizin und Pharmazie der Universität Lille, Frankreich, Doktorgrade in den Fächern Pharmazie, Medizin und Naturwissenschaften (Docteur ès-Sciences). Béchamp war, wie viele in dieser Geburtsstunde der Mikrobiologie, auf der Suche nach der Ursache der Krankheiten. Er fand bei der Untersuchung biologischer Substanz kleinste Partikel, welche nicht verwesten und zergingen. Er nannte sie "Mikrozyma". Ihnen maß er große Bedeutung für die Krankheitsentstehung zu. Er war der große Kontrahent von Louis Pasteur.
Veröffentlichungen:"Les Microzymas - dans leur rapports avec l´histogonie, la physiologie et la pathologie. Examen de la panspermie atmosphérique continue et discontinue, morbifére ou non morbifére" Impr. Baillière, Paris 1883. Neudruck: Centre Int.d'Études Antoine Béchamp, 163 rue St.Honoré

Bernard, Claude
1813 - 1878, französischer Physiologe, Professor am Collège des France in Paris, Mitglied der Académie des sciences und seit 1868 der Académie française; einer der ersten Physiologen, der experimentell forschte. Er untersuchte grundlegende Verdauungs- und Stoffwechselvörgänge und zeigte deren Regelung durch das Nervensystem. Bernard prägte den Begriff des "milieu intérieur" (inneres Milieu), der sich als fundamental für das Verständnis der gesamten Stoffwechselphysiologie erwiesen hat. Im Streit um die Frage, ob die Mikrobe oder das Milieu der ausschlaggebende pathogene Faktor ist, wird Bernard der Satz in den Mund gelegt: "Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles!" Dieser Streit beschäftigte und trennte die Wissenschaftswelt seiner Zeit. Hauptkontrahenten dieses Wissenschaftsstreites waren Antoine Béchamp und Louis Pasteur.

Biologie
die-: Wissenschaft von der belebten Natur und den Gesetzmäßigkeiten im Ablauf des Lebens von Pflanze, Tier und Mensch.

Blutfärbungen
Hauchdünne Ausstriche des Blutes auf Objektträger werden nach unterschiedlichen Anweisungen mit verschiedenen Substanzen fixiert, gefärbt und differenziert. Danach werden die Blutaustriche im Mikroskop mit verschiedenen Lichtmethoden (Hellfeld, Phasenkontrast, DIC, Dunkelfeld, Fluoreszenz) ausgewertet. Für die Pleomorphismologie sind besonders die Färbemethoden bedeutsam, welche von den historischen Forschern (Enderlein, von Brehmer, Weber u.a.) benutzt wurden und von lebenden Forschern entwickelt wurden (Haefeli u.a.). Zudem noch solche Färbemethoden, welche bei der Dokumentation und Beweisführung der pleomorphismologischen Phänomene behilflich sein könnten.

Blutuntersuchungen
Traditionelle Methode der medizinischen Investigation in die Ursache und Differenzierung der Infektionen und chronischen Krankheiten. Die häufigste Methode der Blutuntersuchung für die Pleomorphismologie ist die Vitalblut-Untersuchung im mikroskopischen Spezialdunkelfeld.

Brehmer, Wilhelm von
1883 - 1958; Dr.phil.; große Persönlichkeit der Pleomorphismologie. Studium der Pharmazie mit Abschluß und Promotion, sowie Studium der Biologie, Physik, Chemie, Bakteriologie, Geologie, Veterinär- und Humanmedizin. Leiter der pathologisch-anatomisch-mikrobiologischen Laboratorien in Berlin-Dahlem (nach dem Tod seines ehemaligen Chefs Prof.Engler). 1928 entdeckte er im Blut von Tieren und Menschen eine Mikrobe (Siphonospora polymorpha), welche durch zahlreiche Beweisführungen gegenüber staatlichen Stellen offiziell neben Malariaparasiten als ein neu entdeckter intrazellulärer Erreger der Krebskrankheit anerkannt wurde. Nach der Weigerung v.Brehmers Mitglied in der NSDAP zu werden, wurde sein inzwischen eröffnetes Paracelsus-Institut in Nürnberg geschlossen. 1948 erschien die Monographie "Siphonospora polymorpha v.Br. in ihrer Bedeutung für Blut- und Geschwulstkrankheiten unter besonderer Berücksichtigung des Krebs." Mit renomierten, internationalen Wissenschaftlern gründete er 1949 die "IFA - Internationale Akademie für Blut-, Geschwulst und Infektionskranklheiten e.V." in Bad Kreuznach, wo bis weit über seinen Tod hinaus (1958) internationale Kongresse zur Thematik stattfanden. Er entwickelte eine Blutfärbung zum Nachweis der Siphonospora polymorpha beim Patienten und ein Meßgerät zur intravasalen Messung des pH-Wert des Blutes.

Cancerogenese
Die Entstehung des Carcinoms - der Krebskrankheit; in der Pleomorphismologie ist die Rolle der bakteriellen Phänomene im Blut bei der Entstehung der Krebskrankheit besonders interessant. Dazu hat Dr. Karl Windstosser eine dankenswerte Arbeit geleistet mit seinem Buch "Polymorphe Symbionten in Blut und Körpergewebe als potentielle Kofaktoren des Krebsgeschehens" 1995 (Semmelweis-Verlag, Hoya). In diesem Buch zeigt er die 200 jährige Forschung auf.

Dunkelfeldmikroskopie

Ein besonderes lichtmikroskopisches Verfahren mit einem Auflösevermögen bis zu 0,1µm. Im Fall der Pleomorphismologie ist die Dunkelfeld-Mikroskopie des lebenden Blutes oder des gefärbten Blutausstriches mit Oeldunkelfeldkondensor und Oelobjektiven gemeint.
Siehe auch den Abschnitt über die Vitalblut-Untersuchungen im Dunkelfeld-Mikroskop auf der Seite
"Über das Institut"


Enderlein, Günther
1872-1968; Prof.Dr.; Zoologe, Kustos (<lat.Wächter> wissenschaftlicher Sachbearbeiter) am Zoologischen Museum in Berlin. 1916 machte E. die bahnbrechende Entdeckung der Rückentwicklungsmöglichkeit höherer mikrobieller Entwicklungsstufen zu niederen Formen. Obwohl er die dafür verantwortlichen Formen, die von ihm so benannten "Spermite" als synonym mit Bakteriophagen sah, versperrte er sich zeitlebens einer Diskussion der damit verbundenen Virusfrage und isolierte sich mit seiner Sicht der Endobiontentheorie. Er fand, wie andere vor ihm, eine Fülle von mikrobiellen Phänomenen im Blut der Warmblüter - er nannte sie "Endobionten" und stellte die Hypothese einer Cyclogenie dieser Endobionten von Virus-Kleinstformen über bakterielle Stadien bis hin zu mycelialen Pilzstrukturen auf.

Endobiontentheorie

aus "endo" <griech> "innen" und "bio" <griech> "leben" bzw. "biont" zusammengesetzter Begriff für "im-inneren-lebend". Der Begriff ist von Enderlein geschaffen worden. Im Glossar des Lehrbuches "Pleomorphismus" von Dumrese/Haefeli lesen wir:
"Endobiont/en: Erstaunlicherweise
entzieht sich Enderlein im Glossar, wie auch im Sachregister seiner "Bakterien-Cyclogenie" einer Erwähnung bzw. Definition dieses grundlegenden Begriffes! Erst in späteren Jahren seiner Forschertätigkeit (Akmon-Schriften) bezieht er diesen Begriff auf jene "Protitform", welche sich über Stäbchenformen der "Leptotrichia buccalis" bis hin zum Mucorpilz bzw. über Tuberkulosestäbchen hin zum Aspergillus-Pilz entwickeln kann. ..."


Endocytobiologie
die Endocytobiologie beschäftigt sich mit dem Studium und der Lehre hinsichtlich intrazellulärer Symbiosen (=Endozytosymbiosen) und - von ehemaligen Endozytobionten abstammenden DNA-haltigen Zellorganellen (Schwemmler et al. 1984).

Homöostase
die -, ...ien u. Ho|möo|sta|sis die; -, ...sen: Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen; (u. a. durch Regulationshormone der Nebennierenrinde aufrechterhaltene) Stabilität des Verhältnisses von Blutdruck, Körpertemperatur, pH-Wert des Blutes u.a. Der ursprüngliche Ausdruck für den Begriff der Homöostase ist der des "Milieu intern" von Claude Bernard.

IFA - Internationale Freie Akademie
die IFA wurde am 6. Dezember 1948 in Gegenwart zahlreicher Wissenschaftler und Ärzte des In- und Auslandes in Bad Kreuznach unter der Bezeichnung "Internationale Freie Akademie, Gemeinnützige Gesellschaft für Virusforschung und Bekämpfung von Blut-, Geschwulst- und Infektionskrankheit" gegründet. Initiator war Dr.Wilhelm von Brehmer.

Isopathie
Aus der Homöopathie abgeleitetes Therapieverfahren, bei dem eine Krankheit durch "Gleiches" behandelt wird: im Sinne Enderleins also die Therapie der Krankheiten des "Endobiosis-Komplexes" mittels endobiontischer Niedrigentwicklungsstufen (sog. Chondritin-Präparate), welche in der Lage sein sollen, pathologische Hochentwicklungsstadien abzubauen. Bereits 1917 stellte der italienische Bakteriologe Professor Nello Mori, Neapel, aus Krebsgewebe ein "Isopathina" genanntes Präparat her, mit dem Rückbildungen menschlicher Tumoren erzielt wurden.

Mikroskopische Untersuchung des lebenden Blutes

Vitalblutuntersuchung
Das zentrale Verfahren der praktischen Pleomorphismologie. Nach einer standardisierten Vorgehensweise wird dabei Kapillarblut des Patienten nach der Abnahme einer inmittelbaren Untersuchung im Spezial-Dunkelfeld-Ölimmersions-Mikroskop bei unterschiedlichen Vergrößerungen unterzogen. Unter Berücksichtigung und Vermeidung aller Möglichkeiten der Artefaktbildung bei der Präparation und der Mikroskopie wird nach einem Auswertungsschema das Blut bewertet. Dieses hinweisdiagnostische Verfahren gibt wertvolle Einblicke in das "Milieu intern" des Patienten, seine Immun- und Stoffwechsellage, sowie in die Veränderungen durch therapeutische Maßnahmen. Dadurch bietet es sich zur Früh- und Verlaufsdiagnostik besonders an. Das Verfahren kann durch Kurse, Seminare und durch Einzel-Spezialtraining an der IAPE gelernt werden.

Milieu inter - inneres Milieu
milieu interieur
- wird noch ausgeführt - siehe: Claude Bernard

latenter Parasitismus
der Blutzellen

E.Villequez
Unter diesem Titel hat Herr Prof. E.Villequez 1955 ein eindrucksvolles Buch veröffentlicht, welches in einer deutschen Übersetzung (ohne Jahresangabe) vom Semmelweis-Verlag aufgelegt wurde. Prof. E.Villequez war Arzt und Professor für Experimental-Medizin an der Schule für Medizin und Pharmakologie in Dijon, sowie Laborleiter des Institutes für Bluttransfusion in Dijon. Er gehörte zu den herausragenden Wissenschaftlern, welche an der Seite von Dr. von Brehmer in der IFA bedeutende pleomorphismologische Forschung initiiert und durchgeführt hat.

Louis Pasteur
- wird noch ausgeführt - siehe auch: Bechamp und Bernard

Pleomorphismologie
Pleomorphismologie ist die Lehre von der nach biologischen Gesetzmäßigkeiten verlaufenden Wandelbarkeit einzelner mikrobieller Spezies. Diese zeigt sich, je nach Milieubedingungen und genetischen Voraussetzungen in Entwicklungsformen ausgehend von Primitivstadien bis hin zu Kulminanten. Deshalb sieht sich die Pleomorphismologie als eine Disziplin innerhalb der Biologie mit Auswirkungen auf das Verständnis und die Arbeitsweisen in der Medizin - insbesondere mit der Konsequenz einer Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten bei chronischen Erkrankungen (Dumrese/Janus 1998).

Siphonospora polymorpha v.Br.
- wird noch ausgeführt - siehe auch: Wilhelm von Brehmer

Symbiose (-forschung)
Symbiose [griech.], das Zusammenleben artverschiedener, aneinander angepaßter Organismen (Symbionten) zu gegenseitigem Nutzen. Die bekanntesten Beispiele für pflanzliche Symbiose bieten die Flechten (Symbiose zwischen Algen und Pilzen) und die Knöllchenbakterien in den Wurzeln von Hülsenfrüchtlern. Die Gemeinschaft von Ameisenpflanzen und Ameisen stellt eine Symbiose zw. Pflanzen und Tieren dar. Ein Beispiel für tierische Symbiosen ist das Zusammenleben der Putzerfische mit Raubfischen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Endosymbiontentheorie der Biologie (Ausführung folgt)

 

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dieses Glossar wird ständig erweitert - letztes Update: 02.06.2004
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